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  • AutorenbildMichi

Ushuaia

Ich habe den südamerikanischen Kontinent verlassen und befinde mich jetzt in der am südlichst gelegenen Stadt der Welt namens Ushuaia auf Tierra del Fuego, Feuerland, welches als die größte Insel Südamerikas gilt. Die Fahrt von El Calafate dorthin hat nochmals 19 Stunden gedauert – wir mussten zuerst nach Chile, dann mit der Fähre über die Estrecho de Magallanes und schließlich wieder nach Argentinien – und jetzt bin ich definitiv am Ende, am Arsch der Welt.

Gestern habe ich mir die Stadt angeschaut, habe jede Menge Organisatorisches erledigt – ich habe mein Busticket nach Punta Arenas am 6.2. und mein Ticket für die Fähre von Puerto Natales nach Puerto Montt am 22.2. gekauft, womit ich genügend Zeit für die Torres del Paine-Umrundung habe – und bin schließlich am Abend auf einen Berg zu einem klitzekleinen Gletscher gestiegen – ich bin schon zu verwöhnt in Sachen Gletscher. Auf etwa 700 Meter hat es angefangen, ein wenig zu schneien. Zur Zeit ist Sommer in Ushuaia.

Doch die Stadt hat schon etwas Faszinierendes: Von hier aus fahren Schiffe in die Antarktis, ein Geruch von Abenteuer liegt in der Luft am Ende der Welt, gleich hinter der Stadt ragen markante, immer noch mit Schnee bedeckte Berge in die Höhe, von denen man den Blick auf den Canal Beagle genießen kann. Dagegen dient Ushuaia als Zufluchtsort aus der unglaublichen Isoliertheit Feuerlands. Es gibt relativ schnelles Internet und vor allem gibt es wie in ganz Argentinien Warsteiner Bier. Bitte überlest mir die Ironie nicht!

Ansonsten habe ich im Hostel einen netten, 32-jährigen Polen kennengelernt, dessen Lieblingsreiseland Nepal ist, und zwei Israelinnen wiedergetroffen, die ich in San Pedro kennengelernt habe.

Jetzt mache ich mich auf in die Wildnis! Drei oder vier Tage Trekking stehen auf dem Programm, doch zuerst muss ich schauen, wie ich zu dem Startpunkt komme – zur Not nehme ich mir ein Taxi.

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