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  • AutorenbildMichi

Quito 1

Nun sind wir schon seit drei Tagen in Quito, der Hauptstadt Ecuadors und gleichzeitig meiner letzten Station.

Am Sonntag wollten wir eigentlich nur kurz einen Kaffee trinken gehen. Nach einer schlechten Kanne Chai-Tee in einem belebten Café mitten in Mariscal, dem Touri- und Weggehviertel Quitos, sind wir dann doch auf Bier umgestiegen. Ploetzlich gibt uns ein Kellner ein kleines “papelito”, Papierchen, auf dem irgendetwas geschrieben steht: “Los invitamos a una cerveza. Caro y Mary” Spielt uns jemand einen Streich oder wollen uns Penner wirklich zwei Maedchen auf ein Bier einladen? Waehrend der Stefan auf die Toilette ging, konnte ich das Raetsel loesen. So landeten wir schliesslich bei dem 18-jaehrigen Topmodel Caro und deren 29-jaehrige Cousine Mary, eine Modedesignerin – beide Ecuadorianerinnen. Neben Gringa-Hunting gibt es in Ecuador natuerlich auch Gringo-Hunting. Da sieht man mal wieder, wie modebewusst wir gekleidet sind! Wir tranken Bier und haben uns praechtig unterhalten, spaeter sind wir noch zu ihnen nach Hause, wo es noch zwei von dieser Sorte gab – zwei Schwestern von der Caro, davon ein weiteres Topmodel -, und haben Pizza gegessen. Kaum zu glauben, mit vier huebschen Maedels in einem riesen Appartement in einem Land zu sitzen, wo es Menschen gibt, die in Lehmhuetten wohnen und kaum bekleidet durch den Urwald springen und mit einem Blasrohr auf die Jagd gehen! Jedenfalls war es ein sehr netter Abend und wir koennen stolz darauf sein, von solch besonderen Menschen, die trotz sehr gutem Aussehen Charakter haben und nicht auf Oberflaechlichkeiten achten, unter den ganzen Trotteln und Proleten in dem Café ausgewaehlt geworden zu sein.

Am Tag darauf sind wir mit einer Seilbahn auf einen Berg gefahren, von dem man einen guten Blick ueber die Stadt hatte, gefahren. Tourischmarrn!

Gestern waren wir dann am Aequator! Nach neun Monaten auf der Suedhalbkugel habe ich den Mittelpunkt der Erde zu Fuss ueberschritten. In einem sehr interessanten Museum liessen wir Eier auf einer Nagelspitze balancieren, konnten mit einem Blasrohr schiessen und haben gelernt, wie man Schrumpfkoepfe macht. Am Abend haben wir uns nochmal mit der Caro und der Mary getroffen. Diesmal war Caros Mutter dabei, die uns anscheinend so sympathisch fand, dass sie uns spontan fuer heute zum Mittagessen eingeladen hat.

Heute muss ich mich von meiner treuen Reisebegleitung verabschieden, da der Stefan am Abend Richtung Strand aufbricht. Wir hatten eine wahnsinns Zeit, viele Abenteuer erlebt und vor allem viele Nicht-Lonely-Planet-Erfahrungen gemacht! Wir werden uns sicherlich wieder sehen!

Morgen moechte ich nach Otavalo zu einem grossen Markt fahren und ein paar Hippiesachen einkaufen. Fuer uebermorgen steht die Altstadt Quitos auf dem Programm. Und in wenigen Tagen schaue ich mir den Flughafen an!

Mein momentanes Innenleben setzt sich aus folgenden Gefuehlen zusammen: Glueck, Stolz, Vorfreude, Traurigkeit, Ungewissheit, Angst.

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