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  • AutorenbildMichi

Pucón 2

Seit meinem letzten Eintrag habe ich schon wieder so viel erlebt, dass es mir schwer faellt, meine ganzen Eindruecke in ein paar Zeilen zu verarbeiten. Ich versuche es trotzdem.

Wie zu erwarten war, gab es auf dem 2847 Meter hohen Villarrica bayrisches Gipfelglueck! Endlich durfte ich mal wieder Steigeisen und Pickel gebrauchen, was ich schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gemacht habe, zukuenftig aber noch viel mehr machen werde. Auf dem Gipfel habe ich dann noch eine fertige Sportstudentin aus Rosenheim kennengelernt – also gleich zweifaches bayrisches Gipfelglueck! Der David aus der Schweiz kam natuerlich auch ganz rauf, hat sich aber beim Anstieg das Knie verdreht, weshalb ich wieder einmal alleine in die Wildnis aufbrach.

Die Trekkingtour vom Villarrica nach Puesco – meine fuenfte und zugleich Letzte in Patagonien – war ebenfalls der Hammer! Landschaftlich unglaublich vielseitig! Dichte Bambuswaelder, wunderschoene Araucariabaeume – eine Mischung aus Tannenbaum und Palme -, ehemalige Lavastroeme, schnee- und gletscherbedeckte, kegelfoermige Vulkane, Mondlandschaften, die an das Altiplano in Bolivien und im Norden Chiles erinnern, Lagunen und Bergseen. Am dritten Tag habe ich eine Gruppe Deutscher getroffen, die auf 3-taegiger Reittour waren und mit denen ich den Abend am Lagerfeuer mit meinem geliebten schwarzen Tee mit Milch und viel, viel Zucker verbracht habe. Mit der Dagmar aus Koeln blieb ich als Einziger noch am Lagerfeuer sitzen, um puenktlich um Mitternacht auf ihren vierzigsten Geburtstag mit einem Becher Rotwein anzustossen. Lagerfeuer mitten in den Anden Patagoniens, Rotwein und wahnsinns Sternenhimmel! Das nenne ich einen gelungenen, ungewoehnlichen Geburtstag! Gestern und heute habe ich mich noch ausgiebig mit einem hollaendischen Eigenbroedler unterhalten, der jeden Trekkingpfad in Suedamerika kennt.

Jetzt trinke ich gerade mit ein paar Chilenen, einem Italienern und einer Spanierin das chilenische Nationalgetraenk – Pisco.

Mir wuerden noch etliche Gedanken im Kopf herumschwirren, aber vorerst reicht das bisher Geschriebene, um euch auf dem Laufenden zu halten. Am 8.3. geht mein Bus nach Santiago, wo ich ein paar alte Freunde wiedertreffen werde. Sollte ich ein Ticket bekommen, lasse ich mir den Bob Dylan auf gar keinen Fall entgehen.

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