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  • AutorenbildMichi

Potosí 1

Geht man in Potosí auch nur ein bisschen die Strasse hinauf, kommt man schon ausser Atem. Kein Wunder, denn wir befinden uns hier schliesslich auf rund 4060 Meter, womit Potosí die hoechstgelegene Stadt dieser Groesse weltweit ist. Wir haben uns dazu entschlossen, einen zusaetzlichen Tag einzulegen, da uns die Stadt so gut gefaellt. Wie ihr sicherlich wisst, bin ich kein Staedtefan, doch diese Stadt hat etwas Bsonderes an sich.

Vorhin wurde ich von drei bolivianischen Schulmaedchen gebeten, ein Foto von mir schiessen zu duerfen, was ich natuerlich nicht abgelehnt habe. So posierten Joost und ich gemeinsam mit den Bolivianerinen fuer ein Foto. Komische, aber sehr lustige Situation. Jetzt kennt man Screams Of Farewell also sogar schon in Bolivien. Ich dachte mir immer, ich waere der Tourist, ich waere derjenige, der jeden Schritt und Tritt mit seiner Kamera dokumentiert, doch diesmal war ich die “Touristen”attraktion. Ansonsten kann man hier alles kaufen, was man sich nur vorstellen kann: Original-CDs von Tokio Hotel, T-Shirts von Sodom und sogar Mortician, gefaelschte Fussballtrikots, unter anderem vom 1. FC Bayern Muenchen. Als die schon etwas aeltere Dame in der Wechselstube in Tupiza feststellte, dass ich Deutscher bin, meinte sie nur, dass wir sehr gute Musiker haetten. Sie hat dann selbstverstaendlich Rammstein erwaehnt, die bekannteste deutsche Band ueberhaupt, doch wir waren uns einig, dass das lediglich Mist sei. Die Scorpions waren ihr bekannt, woraufhin sie erstmal eine Platten von denen aufgelegt hat – die Schlange hinter mir hat sie nicht im Geringsten gestoert. Letztendlich musste ich ihr dann deutsche Bands empfehlen und auf einem Zettel aufschreiben: Die Toten Hosen, Die Aerzte, Hans Soellner. Auch die junge Dame von meinem Hostel wollte von mir Musikempfehlungen. Zur Zeit sind hier die beiden Russinnen von Tatu sehr beliebt. Es braucht also seine Zeit, bis unsere Musik und Co. Bolivien erreicht hat.

Morgen in der Frueh geht es in die Mine, am Abend weiter nach Sucre.

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