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  • AutorenbildMichi

Portland 2

“The 60s are not over yet, they have just begun!”, meinte vorgestern Abend ein abgefuckter Althippie mit einer Blume im Haar. Portland – kreativ, hip, fahrradfreundlich, organic, gluten-free vegan, langsam. In wohl keine andere Stadt bin ich so schnell so tief eingetaucht… Ich habe in nur einer Woche Portland mehr Leute kennengelernt als in einem Monat Santiago de Chile und einem Jahr Innsbruck zusammen mal drei Komma fuenf. Danke Zoe!!! Ich liebe Portlands bzw. Oregons Bierkultur – wer behauptet, die Amis haetten keine Ahnung von Bier und trinken nur Budweiser oder PBR, der war noch nie im Nordwesten. In der Belmont Station gibt es neben unzaehligen lokalen und regionalen Bieren sogar Reutberger Export Hell, Hopf Dunkel und Co. Selbst an Indian Pale Ale, Red Ale und Stout habe ich mich inzwischen gewoehnt. Portland ist die Stadt mit den meisten Microbreweries weltweit – da kann Muenchen bei weitem nicht mithalten… Ich liebe all die netten Haeuschen in Southeast, bewohnt von einem Haufen junger Freaks, in deren Gaerten Huehner gackern, Tomaten wachsen und tibetische Gebetsfahnen im Winde wehen. Und das mitten in der Stadt! Ich liebe all die Sachen, die auf den Gehsteigen verschenkt werden – ein Pulli und ein ein Meter langer Hai wurden von mir beschlagnahmt -, die garage sales und yard sales… Die alten Amischlitten, die alten VW-Busse… All die Strassenmusiker, die Hobos, die food carts – oede Parkplaetze wurden dadurch in Miniaturtollwoods verwandelt. SushiPDX und deren Philadelphia Roll, das beste Sushi an der ganzen Westkueste! Das Black Cat Cafe und dessen griabiger, sonniger Biergarten. Der Sonnenuntergang an den haesslich-schoenen Bluffs. Die pinken Schachteln von Voodoo Doughnut. Der ueber 3000 Meter hohe, stets schnee- und eisbedeckte Vulkan Mt. Hood. In Southeast ist in der Tat jeder – ohne Ausnahme – weird! Dass es sich dabei um eine Gratwanderung zwischen “Ich-bin-wie-ich-bin, weird!” und “Ich-kaufe-gebrauchte-Jeans-fuer-30-Dollar-und-brauche-drei-Stunden-im-Bad-fuer-meinen-Weirdolook” handelt, ist eh klar. Lifestyle vs. Fashiontrend… Aber am allermeisten haben es mir all die sinnlosen Gespraeche mit unzaehligen, wildfremden Amerikanern angetan. Random people, city of randomness… Am Donnerstag hat mir die Zoe all ihre, oben bereits genannten Lieblingsfleckerl Portlands gezeigt. Freitag Abend Konzert von Worth! Da wir VIP-Tickets hatten, gab es unbegrenzt Jim Beam, der Grund, warum ich am Ende des Konzertes vergessen habe, eine handsignierte CD und ein handsigniertes Poster mitzunehmen. Marlon, der schwarze Bergsteiger, der Mt. Hood schon mehrere Male bestiegen und am Mt. Rainier fast verreckt waere… Nicholas, der dreadlockige Manager von Groundation!!! James, der mich bis vor die Haustuere heim gefahren hat. Samstag Abend Hausparty bei Chris, Head Honcho von Worth. Zudem anwesend: die lokale Musikszene, Ruby Pines, Just People, Worth… Wild Turkey. Der Kerl, der sich zweieinhalb Jahre nicht rasiert hat… Celina, die mich bis vor die Haustuere heim gefahren hat. Kein River Day, dafuer Radln nach Northeast, nochmal SushiPDX, Black Cat Cafe, … Merci Zoe, Kenton, Fumiko, Portland! Keep it weird!

Fuer 14 Dollar ab nach Seattle zu zwei meiner Lieblingscouchsurfer, dem VOLLbaertigen Scott und dessen Freundin Julia! In zehn Tagen geht mein Flieger. Mit dem Kopf bin ich ehrlich gesagt schon mehr bei meiner Mass Bier am Kirchsee in der Lederhos’n – zusammen mit einer Horde brasilianischer Couchsurferinnen…

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