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  • AutorenbildMichi

Kamloops 2

Unser Kletter-/Party- und Laestigeverpflichtungentrip nach Kamloops war episch!!! Hier ein moeglichst ausfuehrlicher Bericht:

Unser Trampabenteuer hat gestern zeitig gegen 9.30 Uhr begonnen. Affenhitze. Nach einer Weile hat uns unser guter, alter Indianerfreund Lightfoot mit seiner Schrottkiste aufgegabelt. Mit 160 Sachen und einem kaputten, nach Erbarmen roehrenden Auspuff ging es auf dem wohl kurvenreichsten Abschnitt des Highway 1 nach Spences Bridge. Kurz darauf brachte uns ein netter Familienvater nach Cache Creek – inklusive Pferd im Anhaenger. Zwei Little Buddy Burger with Cheese zu Mittag. Zweieinhalb Stunden Frustration unter praller Sonne… Saemtliche Hitchhikertricks wurden angewandt. Splitterfasernackt. Zwei Kollegen/Konkurrenten aus Vancouver und Quebec. Die Christennummer hat uns schliesslich zum schattigen Klettergarten namens The Beach hoch ueber dem schoenen Kamloops Lake gebracht. Zwei weitere Kletterer. Eine 5.5, eine 5.10a (VI+) und eine Zwei-Seillaengen-5.10a/b (VI+/VII-). Leider mussten wir die zweite Seillaenge abbrechen: Donner, Sturm, Regen. Also ab nach Kamloops! Doch zuvor haben wir noch die Doubie rauchenden Cheech & Chong getroffen!!! Abgefuckte, hilfsbereite Typen. Zwei nette Maedels und ihre zwei Hunde haben uns direkt in Downtown abgesetzt. Erstmal ab in den Riverside Park, die Lage checken! Ploetzlich erklingt feinster Groundation aehnlicher Reggae aus der Ferne. Wannabe-Mountie namens Rick kennengelernt. Music in the Park! Danny Rebel aus Montreal, Sonnenschein/-untergang, Chillen in der Wiese, Tanzen auf Acid, Kanadastuehle… Doubiepenner. Zwei Junge Mormonen aus Utah und Idaho auf Mission wollten uns “Drogen verkaufen”, wir wollten mit ihnen saufen. Sie trinken nicht, selber Schuld. Man kann sich das Leben aber auch echt schwer machen… Durst: Also ab ins Noble Pig, dessen Braumeister in Bayern studiert hat. Bavarian Hefeweizen!!! Mit Sicherheit das beste Bier in ganz BC, ich kann keinen Unterschied zu Hopf, Weihenstephan & Co. herausschmecken! Bavarian Lager, Maple, … Vincent wiedergetroffen, den ich bei meinem allerersten Noble-Pig-Besuch vor knapp zweieinhalb Monaten kennengelernt habe. Damals hat er noch von seinem Job in der Oelbranche und vom Big Money geschwaermt (er hat mich auf das ein oder andere Bier eingeladen), heute ist seine linke Hand im Arsch, kein Job, keine Kohle, bisschen verwahrlost,verstaendlicherweise deprimiert. Frittierte Essiggurken! Last call… Also ab in die naechste Bar. Drei Sinnlose haben sich uns inzwischen angeschlossen. Stripclub. Drei nette Maedels aus Saskatchewan kennengelernt. Murphy hat in der Zwischenzeit ein Nickerchen in seiner Haengematte vor dem Stripclub gemacht. Gruppenfoto: Fuenf Leute waren wohl einer zuviel fuer die Haengematte. Batsch. Aua… Geschlafen haben wir schlussendlich – so gut wie selten – hinter einer Tankstelle. “Good to be a hobo!”

Bei blauem Himmel aufgewacht. Schaedel… Zu Fuss zurueck in die Downtown. Stinkend und dreckig habe ich dann endlich meine Social Insurance Number beantragt. Italierner, quatschiquatschi. Selbst bei offiziellen Behoerdengaengen ist man in Kanada “per Du”, egal ob Treeplanter oder Schnoesel, man wird stets freundlich behandelt! Danach habe ich stinkend und dreckig ein Konto bei Scotiabank, der einzigen Bank im Indianerkaff, eroeffnet. Die sehr, sehr nette Lindy hat mich dabei bestens beraten. Murphy hat anscheinend seine Kreditkarte verloren. Shoppen im Donation Centre… Jetzt habe ich den groessten… Strohcowboyhut weit und breit! Fuer nur sieben Bucks! Ich liebe das Donation Centre! Kamloops mag ich inzwischen sogar auch. Ueberall machen Hippies Strassenmusik, Gleichgesinnte… Und BC liebe ich sowieso!!! Mit dem Greyhound ging es schliesslich wieder heim. Zwei Rafting Guides aus dem Busch in der grossen Stadt: wild, wild, wild. Neben den erwaehnten Personen haben wir wohl noch 100 weitere Bekanntschaften gemacht…

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