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  • AutorenbildMichi

Florianópolis 2

Die Tage vergehen, Silvester gehört nun schon wieder längst der Vergangenheit an. An dem Abend aller Abende habe ich zusammen mit einem 26-jährigen Medizinstudenten aus Dresden namens Ludwig, der zur Zeit in São Paulo in einem Krankenhaus arbeitet, ein paar Brasilianer und Brasilianerinnen an einem Strand im Norden der Insel getroffen. Der Strand war überfüllt mit tanzenden, das neue Jahr lauthals begrüßenden Menschen. Von Böllern konnte eigentlich nicht mehr die Rede sein, eher von Rohrbomben. So tanzten wir bis in die frühen Morgenstunden zu feinster elektronischer Musik am Strand, spielten hin und wieder Gitarre – ich konnte meinem Nebenberuf als bayerischer Kulturbotschafter nachgehen – und schlürften Caipirinhas. Abgesehen von einer Frau mit Baby auf ihrem Arm, die von einem Mann belästigt wurde und diesen daraufhin mit einer zerbrochenen Bierflasche abstechen wollte, sowie einem jungen Mann, der wahrscheinlich etwas geklaut hat, woraufhin er mit Vollgas durch die Menschenmassen gesprintet ist, dicht gefolgt von etwa 20 anderen, ihn verfolgenden Brasilianern – ich denke, man kann ruhig sagen, er lief um sein Leben – verlief die Nacht friedlich. Für mich wahrscheinlich mein bisher bestes Silvester. Genau so habe ich es mir vorgestellt.

Die heutige Nacht wird meine letzte in Florianópolis, danach geht es Richtung Porto Alegre. Die Sehnsucht nach den Anden, nach dem großen Abenteuer wird immer größer. Brasilien ist mir halt doch zu flach. Die Berge fehlen mir. Mich juckt es schon wieder in den Fingern, weshalb ich mich darauf freue, morgen endlich weiterzuziehen. Nichtsdestotrotz habe ich sehr, sehr nette Menschen hier im Hostel kennengelernt.

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